Was ist Psychotherapie?

Psychotherapie kann wörtlich übersetzt als Behandlung der Seele, Psyche bzw. von seelischen/psychischen Störungen verstanden werden. Hierfür werden Mittel wie Verstehen, Sprache und Beziehung in den Vordergrund gestellt. Sie bietet Hilfe bei Störungen des Fühlens, Erlebens und Handelns. 

Der Mensch in seinem gesamten Spektrum steht im Vordergrund, d.h. der gesamte Kontext findet Berücksichtigung - biographische Lebensgeschichte, momentane Lebensgeschichte, das nahe und weitere Umfeld bzw. die sozialen Beziehungen sowie seine Rolle in der Gesellschaft.

Daher kann die psychotherapeutische Behandlung auch als umfassend bezeichnet werden, da sie sich nicht nur auf einzelne Symptome bezieht.

Die gesetzten Interventionen bzw. Behandlungsansätze basieren auf wissenschaftlichen Verfahren und erlernten Methoden und Techniken der jeweiligen methodenspezifischen Ausbildung. Psychotherapie ist auch ein Prozess für Hilfe zur Selbsthilfe, Selbstermächtigung und Selbstwirksamkeit, sie kann als psychologische Beratung auch als Vorsorgemaßnahme zur Abwendung psychischer Störungen gesehen werden.

 

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Was heißt das praktisch?

Die PsychotherapeutIn hört aufmerksam zu, fragt im richtigen Moment nach, äußert sensibel und wertschätzend ihre Meinung, entwickelt gemeinsam mit der betroffenen Person Lösungen und reflektiert diese nach der praktischen Umsetzung.

In der Psychotherapie geht es zumeist um sehr persönliche Inhalte. Daher ist die Vertrauensbasis zur psychotherapeutischen Fachkraft von großer Bedeutung. 

Wie wird man PsychoterapeutIn?

Die Ausbildung einer PsychoterapeutIn ist genauen gesetzlichen Rahmenbedingungen unterstellt und setzt sich aus einem theoretischen (Propädeutikum) und einem fachlich-praktischen (Fachspezifikum) Teil zusammen. Dieser Lernprozess dauert mindestens 7 Jahre.

Was bedeutet "in Ausbildung unter Supervision"?

Diese Bezeichnung bekommen PsychotherapeutInnen die sich in der letzten Ausbildungsphase befinden. Sie sind zur eigenständigen Arbeit als PsychotherapeutInnen berechtigt. Ihre Arbeit wird durch sehr erfahrene LehrtherapeutInnen in anonymisierter Form (Ihre personenbezogenen Daten werden anonymisiert, sodass sie Ihnen nicht mehr zugeordnet werden können.) begleitet und supervidiert. Die SupervisorInnen unterliegen der Schweigepflicht. Dies bringt für Sie den Vorteil einer begleitenden Qualitätssicherung.